Alle Cover: Gestaltung, Malerei etc., bis zum Druck ©Wolfgang Kahle  

Erhällich im Shop: http://shop.matthiaskaul.de/


mit matthias kaul

some kind of way out of here

some kind of way out of here

 

Middle of October the new CD of the Ensemble L’ART POUR L’ART  will be released -. Ensembleworks written by  Matthias Kaul.

The title “Some kind of way out of here”.

Each cover is unique , painted with Thermo color  by Wolfgang Kahle. That means the artwork looks different at different temperatures. Maybe the music changes too.

 

Opium für T (2003) Fl., E-Git., Perc.; 14:30
Weird-Wired (2012) 2 Git.; 8:22
Arabesken (2004) Stimme, Fl., E-Git., Bcl., Perc.; 18:24
Glowing Sea (2010) Fl., Kb., Perc., Tape; 11:45
The Mellow Quark (2009) Fl., Git., Perc.; 10:08
There must be some kind of way out of here (2013)
Streichquartett, Flöte, Glasharfe; 13:05


ENSEMBLE L'ART POUR L'ART
Ute Wassermann (3)
NOMOS QUARTETT  (6)


mit matthias kaul

Cover Versions

Alle Stücke der neuen CD von Matthias Kaul beziehen sich auf Nebensächlichkeiten (dem Hall, der Glätte, den Nebengeräuschen…) einiger Rockmusikstücke der 60er und frühen 70er Jahre. (Beatles, Donovan, David Bowie, Mamas &Papas, Jimi Hendrix usw.) In den neuen Kompositionen von Kaul spielen diese Nebensächlichkeiten die Hauptrolle .

Achim Heidenreich schreibt über die Musik:

Wenn die von Adorno einst als Qualitätssiegel eingeführte Form-Inhalt-Kongruenz im Musikalischen heute noch Bestand hat, dann hat sie es in den genauso verschroben klingenden Cover-Versionen Kauls, die derart verfremdet daher kommen, dass sie nurmehr auf monadische Pixel ihrer einstigen Aura reduziert werden und sich ihre neuronalen Bahnen selbst suchen. Dies aber derart aufgebläht und unter dem intonatorischen Mikroskop Kauls derart gedreht, gewendet und archaisiert, dass man sich als Rezipient am Ende fragt, ob diese Scheibe auch ohne Strom abgespielt werden könnte. Tatsächlich tritt Kaul erneut den Beweis an, mit traditionellem Instrumentarium und einigen objéts trouvés einen monumentalen Klangkosmos sinusverliebter Frequenzgänge aufzubauen, in dem die Geschichte der Elektronischen Musik auch noch Platz hätte. Sein kleines Weltall dehnt sich weiter aus. Kaul arbeitet darin under-cover als child in time. Das ist die Ewigkeit des Rock.



Da auf eine CD doppelt soviel Musik passt, wie auf eine Langspielplatte, ist Cover Versions in eine Doppel LP Hülle verpackt. Somit kann man sagen, dass das Cover von damals wiederum gecovert wurde und so ist es auch mit der Gestaltung, die mehrfach konzentriert den Geist der 60iger und 70iger widerspiegelt. Jedes Bild auf der Innenseite bezieht sich auf ein Stück der CD, die Worte auf den Bildern sind Fragmente der jeweiligen Titel. Ansonsten finden sich auf dem Cover, welches wie Kahle sagt, handgemalt und digital sortiert ist, zahlreiche Reminiszenzen an Geschmack- und Geschmacklosigkeiten dieser Ära.

mit matthias kaul

Fever

Fever "Die mainstreamfernste CD der Saison." ( Die Zeit)
Matthias Kaul, Cover Wolfgang Kahle

Fever – Five Songs from a Percussionist


Each composition of this CD is dedicated to a person, or to the work of a person: Malcolm Goldstein, Amadeu Antonio Kiowa, Ingeborg Bachmann, Elvis Presley and Yoko Tawada.

Each CD-bag (handmade) is unique, because it is a part of a huge painting, which has been cut into thousand pieces. Above, you see a reduced size reproduction of that painting. Of course, this is a limited edition.

With the handwritten number and letter, which you can find somewhere on your CD-bag, you can work out, which part of the painting you are holding in your hands.

FIVE SONGS FROM A PERCUSSIONIST

1. Listen, this is for You
2. Amadeu Antonio Kiowa
3. Bachmann
4. Fever
5. Listen,this for You (II)
Fever "Die mainstreamfernste CD der Saison." ( Die Zeit)

mit matthias kaul und melcom goldstein

The Smell Of Light

The Smell Of Light
The Smell Of Light, 1000 Unikate

Matthias Kaul und Wolfgang Kahle legen mit „The Smell Of Light“ nun ihr zweites Kunst-CD - Projekt vor. Wie bei der ersten CD „Fever“, die mittlerweile auch als Exponat in Kunstgalerien und Museen zu sehen ist, handelt es sich bei der Verpackung für „The Smell Of Light“ um lauter Unikate. Jede Tüte ist ein Tausendstel eines 52 Quadratmeter großen Bildes, gemalt von Wolfgang Kahle auf Kinwashi Japan Papier .

Natürlich handelt es sich um eine limitierte Auflage von 1000 Exemplaren.

Die Musik der CD ist von Malcolm Goldstein und Matthias Kaul komponiert und eingespielt. Die beiden Musiker wurden übrigens mit ihrer kürzlich veröffentlichten Einspielung einiger Werke von Christian Wolff auf der Bestenliste des Deutschen Schallplattenpreises platziert .

In etwa zwei Jahren wird die Edition, die als eine Verbeugung vor den Konzeptalben der frühen siebziger Jahre zu verstehen ist, mit einem dritten und letzten CD- Kunstverpackungskonzept beendet

mit l'art pour l'art

Haltbar gemacht

Kikan E. Nelle (*1996) Luftlöcher (2010) 1, 2
Gustav Baier (*1998) Feuriges im Büro (2010) 3, 4
Anna Weißbach (*1999) Süßes oder Saures (2009) 5, 6-8
Lea J. Mummert (*2000) Die interessante Suppe (2009) 9, 10
Agnes Homann (*1997) Sekt und Kakao (2010) 11, 12
Rebekka Homann (*1999) Pausen selbst gemacht (2010) 13, 14
Jonathan Mummert (*1998) Pausenbrot (2010) 15, 16
Mahnaz Shahriyari (*1997) i et i (2010) 17, 18

Ensemble L‘ART POUR L‘ART

Aufnahme: hr-Sendesaal, Frankfurt am Main 11.-14.10.2010
Produktion: Hessischer Rundfunk, hr2-kultur
Produzent: Stefan Fricke, Redaktion Neue Musik / Klangkunst
Tonmeister: Eckhard Glauche
Toningenieur: Thomas Eschler
Aufnahmeleitung Texte: Eberhard Bätza
Filmdokumentation: Lars Kaempf / Florian Krämer
Fotos: Achim Duwentäster
Grafische Gestaltung/Layout: Wolfgang Kahle
Vertrieb: NURNICHTNUR, Dieter Schlensog



Auch ein Weg von Innen nach Außen: Musikerfindung. Die Kompositionsklasse des Ensembles L‘ART POUR L‘ART in Winsen

Die Kompositionskurse des Ensembles L‘ART POUR L‘ART gehen vom Hören aus, besser vom Horchen. Vom Horchen auf das, was uns umgibt, wenn wir selbst nichts tun außer eben horchen. Die Jugendlichen erfahren so das Klangbild ihrer Umgebung und versuchen als ersten Kompositionsschritt, diese Umgebung eine eigene musikalische Aktion hinzufügend zu bereichern. Eigenes in die Umgebung einfügen, Eigenes und die Umgebung zusammensetzen, Eigenes der Umgebung entgegensetzen, mehr ist Komponieren zunächst nicht.
Aber es gilt das Eigene zu vertreten und das, was uns umgibt, zu erkennen und dann zu genießen oder zu ertragen, wie sich das Eigene in der Umgebung behauptet, wie das Eigene die Umwelt sogar verändern kann oder ganz einfach untergeht…
Es gibt kein Richtig und Falsch im Vorwege – richtig ist das, was die Absicht verdeutlicht, falsch ist, was sie verhindert.

Komponieren bedeutet hier nicht, musikimmanent zu entscheiden, sondern sich von außen der Musik anzunähern. Die Jugendlichen reflektieren ihr Sein in Bezug auf die Welt, in die sie hineingeboren wurden, sie lernen zu beobachten und zuzuhören, von den Wahrnehmungen musikalische Erfordernisse abzuleiten, um diese dann genauer zu erforschen. Unabhängig von der Erfindung von Musik vermittelt der Kurs den Kindern und Jugendlichen die Erfahrung, basierend auf phänomenologischer Betrachtung selbst eine Entscheidung zu treffen und daran zu arbeiten. Dass diese Erfahrung wirksam wird, ist ein wichtiges Instrumentarium – übertragbar auf andere Lebensbereiche. Unwillkürlich werden das Selbstbewusstsein (im Wortsinne) und die Wahrnehmungsfähigkeit der Jugendlichen geschärft.
Wie nebenbei lernen die Schüler und Schülerinnen Instrumente in ihrer klanglichen Vielfalt, in ihren spieltechnischen Möglichkeiten und Beschränkungen kennen, erhalten ein Gefühl für die Architektur, für Spannungsverläufe in der Musik.
Musikalische Parameter werden im Zuge der Arbeit auf unmittelbare Weise erfasst: Musik erfinden und erlernen gehen Hand in Hand; durch die Sensibilisierung in der Recherche erklären sich die Gesetze der Musik vergangener Jahrhunderte durch den Umgang mit dem Jetzt – im Gegensatz zur traditionellen Unterrichtspraxis. Unsere Aufgabe als Lehrer ist es, nicht die Kinder als leere Behälter anzusehen, die erst mit Wissen gefüllt werden müssen, sondern wir nehmen das Eigene der Jugendlichen als Ausgangspunkt für den persönlichen Unterricht. Eine Aufgabe mit offenem Ausgang.

Der Kompositionskurs findet in Form von Einzelunterricht von Januar bis zu den Sommerferien eines jeden Jahres statt. Die Uraufführung der Schülerstücke wird in einem Abschlusskonzert von L‘ART POUR L‘ART realisiert, gegebenenfalls unter Mitwirkung der jungen Komponisten und Komponistinnen. Je nach Themenstellung und Erfordernissen der Werke verändern sich die Aufführungsorte und die Präsentationsformen.

Die vorliegende Produktion zeigt acht Positionen aus den Kursen 2009 und 2010 von Schülerinnen und Schülern, die bereits seit mehreren Jahren den Kompositionsunterricht besuchen. Die vorliegende Produktion konnte durch die Verleihung des Förderpreises Musikvermittlung 2009 des Musikland Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, die Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes sowie in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk und ermöglicht durch den Verein der Freunde und Förderer des Ensembles L‘ART POUR L‘ART Niedersachsen e.V. realisiert werden. Diese Unterstützung ist nicht hoch genug wertzuschätzen.
Wir bedanken uns.

Astrid Schmeling
Matthias Kaul

mit astrid schmehling

astrid schmeling, stimmhaft | voiced

astrid schmeling stimmhaft | voiced
globokar · hübler · stiebler · lang · kaul · reudenbach
werke für flöte solo | works for flute solo


1 Vinko Globokar (*1934) Monolith für einen Flötisten (1976) 09:40
2 Klaus K. Hübler (*1956) Palimpsest — Konjektionen für Bassflöte (1989/2003) 19:51
3 Ernstalbrecht Stiebler (*1934) TEXT für Bassflöte und Klangverzögerung (1998) 16:01
4 Bernhard Lang (*1957) Schrift 1.2 für Flöte (1998) 09:53
5 Matthias Kaul (*1949) White Noise `n Colours für Bassflöte mit Talkbox (2006) 13:33
6 Michael Reudenbach (*1956) Mirlitonnades für Piccolo (1991) 02:48

Total Time 72:40

Verlage / Publishers:

C.F. PETERS MUSIKVERLAG / PETERS MUSIC PUBLISHERS (1)
http://www.edition-peters.de

TRE MEDIA MUSIKVERLAGE / TRE MEDIA MUSIC PUBLISHERS (2,3,6)
http://www.tremediamusicedition.com

ZEITVERTRIEB WIEN BERLIN (4)
http://zeitvertrieb.mur.at

SELBSTVERLAG / PUBLISHED BY THE AUTHOR (5)
http://www.matthiaskaul.de

Artwork: Wolfgang Kahle
Titelfoto: Dietmar Kurig



Von jeher besteht eine innige Verbindung zwischen der menschlichen Stimme und der Flöte. Im Unterschied zu den anderen Blasinstrumenten fehlen der Flöte das Mundstück, das Labium im Instrument, so dass die Klangerzeugung ähnlich der Stimme unmittelbar vom Spieler hervorgebracht werden muss. Überall dort in der Welt, wo die Querflöte in archaischen Musiken ihren Platz hat, trifft man auf die große Affinität zwischen Sing- oder Sprechstimme und dem Flötenspiel. Stellten in der Musik der vergangenen 300 Jahre generell für alle Instrumentalisten eine wundervoll geführte Singstimme und ein sprechender Erzählgestus das Vorbild schlechthin dar, so entdeckt die Musik des 20. Jahrhunderts die Nähe im Klang von Flöte zu Stimme neu: Atem, Ein- und Ausschwingvorgänge, Farbreichtum, die Schönheit der Gefährdung.
An der Assoziationskette Sprache – Stimme – Schrift – Text(ur) – Ton entlang wandernd treffen die Hörer nun auf sechs ästhetisch denkbar unterschiedliche Werke, die auf einen oder mehrere Aspekte des Weges ein Licht werfen. Man hört einen Notentext, bedeutungsfrei und entschieden nicht-narrativ wiederzugeben, ein Duo für Einen, Chor, das Aufdecken tiefer Schichten von übereinander lagernden Musiken, das Lesen hastig hingekritzelter Schrift, Textur, die durch Sprach- und Stimmeinfärbung im Flötenton und durch Einspielungen im Instrument entsteht, man hört eine Gedichtvertonung – ausgewählt und aufgeführt von der Flötistin Astrid Schmeling.